
Pierre Bayle [], [] (* 18. November 1647 in Le Carla, heute: Carla-Bayle, DĂ©partement AriĂšge (Okzitanien); â 28. Dezember 1706 in Rotterdam) war ein französischer Schriftsteller und Philosoph.
Bayle gilt zusammen mit dem zehn Jahre jĂŒngeren Bernard le Bovier de Fontenelle als zentrale Figur der AufklĂ€rung. Sein wichtigstes Werk ist das Dictionnaire historique et critique (1697).
Leben und Schaffen
Bayle wuchs in einem evangelischen Pfarrhaus auf. Er wurde in einem PyrenĂ€endorf als Sohn eines hugenottischen Predigers Jean Bayle (â 1685) und dessen Ehefrau Jeanne Bayle, geb. de BruguiĂšre (â 1681)[1] als zweiter Sohn von zwei Geschwistern geboren. Er wuchs in einer okzitanisch geprĂ€gten sprachlichen Umgebung auf. Ab dem Jahr 1666 studierte er an der protestantischen Akademie von Puylaurens (DĂ©partement Tarn), AcadĂ©mie de Montauban et de Puylaurens. Dort musste er seine Kompetenz in der französischen Standardsprache verbessern.
1669 wechselte er auf das Jesuiten-Kolleg von Toulouse, dort gewĂ€hrte man ihm ein Stipendium und am 16. MĂ€rz 1669 konvertierte er zum Katholizismus. Nach seinem Schulabschluss im August 1670 aber verlieĂ er Toulouse. 18 Monate spĂ€ter machte er seine Konversion rĂŒckgĂ€ngig und flĂŒchtete als relaps (Renegat) ins calvinistische Genf. Ein RĂŒckfĂ€lliger (relaps) zu sein, war durch Sanktionen belegt; so drohte ab 1663 ein BuĂgeld, seit 1665 dann die Verbannung und seit 1669 sogar eine Enteignung des Besitzes.
In der calvinistisch geprĂ€gten Stadt Genf mit ihrer wechselnden Geschichte in der Neuzeit verdingte er sich von September 1670 bis Juni 1674 als Hauslehrer, prĂ©cepteur und beschĂ€ftigte sich mit Philosophie, insbesondere mit derjenigen von RenĂ© Descartes. Danach ging er, ebenfalls als Hauslehrer, nach Rouen und Paris, wo es zu dieser Zeit noch gröĂere reformierte Gemeinden gab. Er blieb dort in seinen TĂ€tigkeiten bis zum Juni 1681.
1675 wurde er Philosophieprofessor an der protestantischen Akademie Sedan, AcadĂ©mie de Sedan in der Champagne. Als die Akademie 1681 im Rahmen der zunehmenden EinschnĂŒrung des französischen Protestantismus durch Frankreich geschlossen wurde, ging Bayle, wie so viele calvinistische französische Intellektuelle, nach Holland und erhielt im Oktober 1681 in Rotterdam am neu eröffneten StĂ€dtischen Gymnasium, schola illustris eine Professur fĂŒr Philosophie und Geschichte.[2]
Seinem ehemaligen Freund Pierre Jurieu, den er aus den Tagen seiner LehrtĂ€tigkeit an der AcadĂ©mie de Sedan kannte, verhalf er an der schola illustris zu einer Professur fĂŒr Theologie.[3] Auch Jurieu hatte sich kritisch geĂ€uĂert und weil er wegen seines im Druck befindlichen Werkes La Politique du clergĂ© de France Verfolgung befĂŒrchtete, zog er schlieĂlich eine Berufung nach Rotterdam vor.[4]
1682 publizierte der AufklĂ€rer sein erstes Buch: Lettre sur la comĂšte de 1680 (âBrief ĂŒber den Kometen von 1680â), das 1683 erweitert als PensĂ©es diverses sur la comĂšte de 1680 (âVerschiedene Gedanken ĂŒber den Kometen von 1680â) erschien. Hierin widerlegt Bayle zunĂ€chst die aberglĂ€ubischen Vorstellungen, die man mit Kometen verband, und er wirbt fĂŒr die Idee, dass alles Wissen stĂ€ndig kritisch ĂŒberprĂŒft werden muss. Bayle verteidigt zwar verbal den christlichen Glauben gegen den Unglauben, der sich in dieser Zeit zu verbreiten begann,[5] entwirft aber zugleich die Grundlagen einer nicht religiös bestimmten Moral oder auch Ethik, wobei er â entgegen der damals allgemein verbreiteten Meinung â davon ausgeht, dass ein Atheist nicht zwangslĂ€ufig auch sittenlos sein und unmoralisch handeln mĂŒsse.[6]
Von 1684 bis 1687 war Bayle mit Hilfe des Druckers Henri Desbordes (1649â1722) der Herausgeber und wichtigster BeitrĂ€ger der literarischen und wissenschaftlichen Zeitschrift Nouvelles de la RĂ©publique des Lettres (âNachrichten aus der Republik der Bildungâ), die sich an jenes ĂŒber ganz Europa verstreute geistig interessierte Publikum richtete, das das Französische als die Sprache von Literatur, Philosophie und Wissenschaft beherrschte. Die Zeitschrift wurde in Rotterdam herausgegeben.[7] Bayle verkörperte mit der Herausgabe der Zeitschrift den neuen Typ des Wissenschaftsorganisators und -journalisten, der die Kommunikation als solche zum Beruf machte.[7]
Als am 17. Oktober 1685 Ludwig XIV. das von Heinrich IV. erlassene Toleranzedikt aufhob (das berĂŒhmte Ădit de Nantes) und damit die Flucht von ĂŒber 200.000 Protestanten aus Frankreich bewirkte, reagierte Bayle mit zwei kritischen Schriften: Ce que c'est que la France toute catholique sous le rĂšgne de Louis le Grand (âWas das allerkatholischste Frankreich unter der Herrschaft Ludwigs des GroĂen [in Wahrheit] istâ, 1686), wo er die religiöse Intoleranz und die Verquickung von Staat und Kirche brandmarkt, sowie Commentaire philosophique sur ces paroles de JĂ©sus-Christ âContrains-les d'entrerâ (âPhilosophischer Kommentar zu den Worten Christi 'Nötige sie hereinzukommen'â, 1687), wo er Gewissensfreiheit fordert, auch fĂŒr AndersglĂ€ubige und Atheisten, und zwar nicht nur als moralisches Prinzip, sondern als ein Gebot der Vernunft. Die Bereiche des Staates wollte er von denen der Religion abgrenzen.
Im selben Jahr wurde sein Bruder Jacob (1631â1685) verhaftet und nach Bordeaux ins GefĂ€ngnis geschafft, wo er nach einem halben Jahr starb.[8]
Schon seit den PensĂ©es war Bayle nicht nur den Katholiken suspekt, sondern auch vielen Protestanten, die seine rationalistische und liberale Haltung in Konfessions- und Glaubensfragen als verkappten Deismus, wenn nicht Atheismus betrachteten. Von protestantischer Seite, insbesondere durch Pierre Jurieu, einen frĂŒheren Kollegen aus Sedan, wurde er deshalb heftig attackiert, als man ihm, wohl nicht zu Unrecht, die anonyme Schrift Avis important aux rĂ©fugiĂ©s (âWichtiger Ratschlag an die FlĂŒchtlingeâ, 1690) zuschrieb, worin vor den Umtrieben der Scharfmacher unter den emigrierten Hugenotten gewarnt wird, die Holland und England in einen Rachekrieg gegen Ludwig XIV. zu treiben suchten.
1693 verlor Bayle seine Professur und widmete sich ganz der Arbeit an seinem Dictionnaire historique et critique (2 Bde. 1695/96, 4 Bde. 1702), das ein hollĂ€ndischer Verleger quasi bestellt und vorfinanziert hatte. Dieses sollte ursprĂŒnglich eine verbesserte Version von Grand Dictionnaire historique (1674 u. ö.) sein, eines Namens- und Personenlexikons des Jesuiten Louis MorĂ©ri, entwickelte sich aber zu einem Nachschlagewerk neuen Typs. Bayle beschrĂ€nkte sich nicht auf eine Bestandsaufnahme des zeitgenössischen Wissens ĂŒber historische Personen und Figuren (insbesondere auch solche der Bibel), sondern er versuchte darĂŒber hinaus und vor allem eine kritische Sichtung dieses Wissens. Hierzu fĂŒhrte er als bahnbrechende Neuerung ein, dass er die eigentlichen Artikel kurz hielt und auf das Faktische beschrĂ€nkte, ihnen aber ausfĂŒhrliche, teils mehrere Spalten lange FuĂnoten beigab, in denen er Quellen und AutoritĂ€ten zitierte, und zwar hĂ€ufig solche, die sich widersprechen, womit er den Leser zum Hinterfragen scheinbar verbriefter TatbestĂ€nde und zum eigenen Denken und Entscheiden zwang. Bayle demonstrierte so, dass Geschichtsschreibung nicht, wie man zuvor meist stillschweigend annahm, im bloĂen Sammeln und Darstellen der Fakten besteht, sondern die Fakten selbst schon problematisch sind und ihre kritische Rekonstruktion und Interpretation die Kernaufgabe historischer Forschung bildet. Laut Ernst Cassirer wurde Bayle damit zum âeigentlichen Schöpfer der historischen Akribieâ.

Aufgrund seiner rational fundierten skeptischen Argumentationen unterschied Bayle streng zwischen Glaube bzw. Meinung und Wissen. Die Möglichkeit absolut wahrer Erkenntnis bestritt er, betonte aber seinen persönlichen Glauben an die letztlich unbegreifliche christliche Religion.
- Als Grundlage dieser dritten Klarstellung stelle ich zunÀchst diesen unbestreitbaren Grundsatz auf:
- Das Christentum gehört einer ĂŒbernatĂŒrlichen Ordnung an, und sein Fundament ist die höchste AutoritĂ€t Gottes, der uns Geheimnisse mitteilt, nicht damit wir sie begreifen, sondern damit wir sie in aller Demut glauben, die wir dem unendlichen Wesen schulden, das weder tĂ€uschen noch getĂ€uscht werden kann.[9]
Auf dieser Grundlage stellte er fest:
- Daà ich niemals eine Lehre als meine persönliche Meinung vorbringe, die sich gegen die Artikel des Glaubensbekenntnisses der reformierten Kirche richtet, in der ich geboren bin und zu der ich mich bekenne.[10]
Bayles Lexikon erlebte bis 1760 mehr als 10 Auflagen. Es wurde die erste kritische und fĂŒr das gebildete Publikum bestimmte Zusammenfassung der von der frĂŒhen AufklĂ€rung gewonnenen Erkenntnisse.[11] Eine dt. Ăbersetzung, verfasst von mehreren anonymen Mitarbeitern unter Leitung des bekannten Literaten Johann Christoph Gottsched, erschien 1741â44 als âPeter Baylens historisches und kritisches Wörterbuchâ in Leipzig.
Bayle selbst erlebte seine Anerkennung jedoch nicht mehr. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er mit Verteidigungsschriften gegen die AnwĂŒrfe, die ihm sein Lexikon eintrug, und in Polemiken gegen Pierre Jurieu sowie andere reformierte Theologen.[12] Autographen von ihm werden unter anderem in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt.
Seit 1699 war er korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences.[13]
Werke
- PensĂ©es diverses, Ă©crites Ă un docteur de Sorbonne, Ă l'occasion de la comĂšte qui parut au mois de dĂ©cembre 1680. Leers, Rotterdam 1683â1694.
- Kritische Edition: A. Prat und P. RĂ©tat (Hrsg.): PensĂ©es diverses sur la comĂšte. CornĂ©ly, Paris 1911â12, Neuauflage: 1984, 1994.
- deutsch als: Johann Christoph Gottsched (Ăbers.), Johann Christoph Faber (Hrsg.): Verschiedene einem Doktor der Sorbonne mitgeteilte Gedanken ĂŒber den Kometen, der im Monat Dezember 1680 erschienen ist (= Reclams Universal-Bibliothek, Band 592). Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1975.
- englisch als: Robert C. Bartlett (Ăbersetzer und Essay): Various Thoughts on the Occasion of A Comet. State University of New York Press, Albany 2000, ISBN 0-7914-4547-X.
- Addition aux Pensées diverses sur les comÚtes. Rotterdam 1694 (books.google.de).
- Continuation des Pensées diverses... Rotterdam 1705 (Band 1, Band 2).
- Dictionnaire historique et critique. 2 BĂ€nde, Leers, Rotterdam 1697, viele Auflagen.
- deutsch als: Johann Christoph Gottsched (Ăbers., Anmerkungen): Herrn Peter Baylens Historisches und Critisches Wörterbuch. Breitkopf, Leipzig 1741â1744, Nachdruck: Olms, Hildesheim 1997, Ausgabe von 1813, Leipzig & LĂŒbeck online bei google-books, (auch pdf, 52 MB).
- GĂŒnter Gawlick und Lothar Kreimendahl (Ăbers. und Hrsg.): Historisches und kritisches Wörterbuch (= Philosophische Bibliothek, Band 542 und 582). Meiner, Hamburg 2002 und 2006, ISBN 3-7873-1619-1, ISBN 978-3-7873-1786-8.
- Martine PĂ©charman (EinfĂŒhrung): SupplĂ©ment du Commentaire philosophique (= Y. C. Zarka, F. Lessay und J. Rogers (Hrsg.): Les fondements philosophiques de la tolĂ©rance. Band 3). Presses Univ. de France, Paris 2002, ISBN 2-13-052206-8.
- Roland Oberson (EinfĂŒhrung): Personnages de l'affaire AbĂ©lard et considĂ©rations sur les obscĂ©nitĂ©s. LâĂąge d'homme, Lausanne 2002, ISBN 2-8251-1632-7.
- Elisabeth Labrousse et al. (Hrsg.); A. McKenna (EinfĂŒhrung): Correspondance de Pierre Bayle. mehrere BĂ€nde, The Voltaire Foundation, Oxford 1999ff.
- ĂDITION ĂLECTRONIQUE DE LA CORRESPONDANCE DE PIERRE BAYLE
- Jean-Michel Gros und Jacques Chomarat (EinfĂŒhrung): Pour une histoire critique de la philosophie. Choix d'articles philosophiques du Dictionnaire historique et critique. H. Champion, Paris 2001, ISBN 2-7453-0422-4.
- Antony McKenna (Hrsg.): Pierre Bayle, témoin et conscience de son temps. H. Champion, Paris 2001, ISBN 2-7453-0313-9.
- Sally L. Jenkinson (Hrsg. und Ăbers.): Political Writings. Cambridge University Press, Cambridge 2000, ISBN 0-521-47094-3.
- Jean-Michel Gros (Hrsg.): De la tolérance. Commentaire philosophique. Presses Pocket, [Paris] 1992, ISBN 2-266-04763-9.
- F. Charles-Daubert und P.-F. Moreau (Hrsg.): Pierre Bayle, Ăcrits sur Spinoza. Berg Int. Ăd., Paris 1983.
- Pierre Bayle: Toleranz â Ein philosophischer Kommentar. Herausgegeben von Eva Buddeberg und Rainer Forst. Aus dem Französischen von Eva Buddeberg unter Mitwirkung von Franziska Heimburger. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2016. suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2183. ISBN 978-3-518-29783-4.

Literatur
- Hubert Bost: Pierre Bayle. Fayard, Paris 2006.
- Hubert Bost (Hrsg.): Pierre Bayle, citoyen du monde. De l'enfant du Carla Ă l'auteur du Dictionnaire. Actres du colloque du Carla-Bayle (13 â 15 septembre 1996). Paris 1999.
- Hans Bots (Hrsg.): Critique, savoir et Ă©rudition Ă la veille des LumiĂšres. Le âDictionnaire historique et critiqueâ de Pierre Bayle (1647â1706). Actes du colloque international NimĂšgue octobre 1996. Amsterdam 1998.
- Theodor G. Bucher: Zwischen Atheismus und Toleranz. Zur historischen Wirkung von Pierre Bayle (1647 â 1706). In: Philosophisches Jahrbuch. 92. Jahrgang, 1985, S. 353 ff. (PDF 1.3 MB).
- Wiep van Bunge (Hrsg.): Pierre Bayle (1647â1706), Le philosophe de Rotterdam. Philosophy, religion, and reception. Selected papers of the tercentenary conference held at Rotterdam, 7 â 8 December 2006. Brill, Leiden [u. a.] 2008 (Brill's studies in intellectual history; vol. 167).
- Ernst Cassirer: Die Philosophie der AufklĂ€rung. TĂŒbingen 1932, Nachdruck: Darmstadt 1973, S. 269ff.
- Alain Deligne: Pierre Bayle als RĂ©publicain des Lettres. Ăber das Projekt seines kritischen Wörterbuches (1692). In: Martin Fontius und Werner Schneiders (Hrsg.): Die Philosophie und die Belles-Lettres. Berlin 1997, S. 83â101.
- Paul Dibon (Hrsg.): Pierre Bayle. Le philosophe de Rotterdam. Etudes et documents. Amsterdam [u. a.] 1959.
- Ludwig Feuerbach: Pierre Bayle. Ein Beitrag zur Geschichte der Philosophie und Menschheit. Akademie-Verlag, Berlin 1989. Als Band 6 der Ges.Werke (Leipzig 1848) online bei archive.org.
- Lionel Gossman: Marginal Writing. 1697: The Philosopher Pierre Bayle Publishes His Dictionnaire historique et critique in Holland. In: Denis Hollier (Hrsg.): A New History of French Literature. Cambridge (Mass.) und London 1989, S. 379â386.
- Theo JĂ€ger: Pierre Bayles Philosophie in der âRĂ©ponse aux questions dâun Provincalâ. Marburg 2004.
- Herbert Jaumann: FrĂŒhe AufklĂ€rung als historische Kritik. Pierre Bayle und Christian Thomasius. In: Sebastian Neumeister (Hrsg.): FrĂŒhaufklĂ€rung. MĂŒnchen 1994, S. 149â170.
- Lothar Kreimendahl (Hrsg.): Die Philosophie in Pierre Bayles âDictionnaire historique et critiqueâ. = AufklĂ€rung. InterdisziplinĂ€res Jahrbuch zur Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte. Band 16, Hamburg 2004.
- Elisabeth Labrousse: Pierre Bayle. Band I: Du Pays de Foix Ă la citĂ© d'Erasme. Band II: HĂ©tĂ©rodoxie et rigorisme. La Haye, Nijhoff, 1963â64. Band 2 in Neuauflage bei Albin Michel, Paris 1996.
- Erich Lichtenstein: Gottscheds Ausgabe von Bayles Dictionnaire : ein Beitrag zur Geschichte der AufklÀrung, Heidelberg 1915, online bei archive.org.
- Marie-HĂ©lĂšne QuĂ©val: J. C. Gottsched und Pierre Bayle, ein philosophischer Dialog. In: Gabriele Ball, Helga Brandes und Katherine R. Goodmander (Hrsg.): Diskurse der AufklĂ€rung, Luise Adelgunde Victorie und Johann Christoph Gottsched. Reihe WolfenbĂŒtteler Forschungen N° 112, Wiesbaden 2006, S. 145â168.
- Walter Rex: Essays on Pierre Bayle and Religious Controversy. The Hague 1965.
- Andreas Urs Sommer: Triumph der Episode ĂŒber die Universalhistorie? Pierre Bayles GeschichtsverflĂŒssigungen. In: Saeculum. Jahrbuch fĂŒr Universalgeschichte. Jahrgang 52, 2001, S. 1â39.
- Nicola Stricker: Die maskierte Theologie von Pierre Bayle. Berlin und New York 2003.
- Friedrich Stumm: Zu den AnfÀngen der Französischen AufklÀrung. Pierre Bayles Kometenschrift von 1683. Marburg 2010.
- Ruth Whelan: The Anatomy of Superstition. A Study of the Historical Theory and Practice of Pierre Bayle. Oxford 1989.
Weblinks
- Literatur von und ĂŒber Pierre Bayle im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bibliographie aller Werke Pierre Bayles â auf dem Server der UniversitĂ€t von St. Etienne, Bayle-Correspondance
- Thomas M. Lennon: Eintrag in Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- Werke in der bnf (insgesamt 10 Online-Faksimile-Ausgaben)
- Artikel in Namen, Titel und Daten der franz. Literatur (Hauptquelle fĂŒr den Abschnitt âLeben und Schaffenâ)
- Dictionnaire historique et critique Online (Hauptseite)
- The Pierre Bayle Home Page ( vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) (engl., frz., ital.) (Bibliographien, AufsÀtze und weitere Informationen)
- Y. Bizeul: Pierre Bayle â Vordenker des modernen Toleranzbegriffs, 2000 (PDF; 785 kB)
- Notizen eines GesprÀchs zwischen Gottlieb Stolle und Pierre Bayle, vom 8. August 1703
- Rudolf Walther: Das Gesetz der Toleranz. In: Die Zeit. 7. Dezember 2006.
- Rainer Forst: Glauben ohne Zwang. In: Die Zeit. 20. Dezember 2006.
- Tripota â Trierer PortrĂ€tdatenbank
Einzelnachweise
- â Richard van DĂŒlmen, Sina Rauschenbach: Denkwelten um 1700: zehn intellektuelle Profile. Böhlau Verlag, Köln Weimar 2002, ISBN 3-4120-7102-1, S. 15
- â Irene Dingel, Herman Selderhuis: Calvin und Calvinismus: EuropĂ€ische Perspektiven. Bd. 84 Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr EuropĂ€ische Geschichte Mainz â Beihefte / Abt. AbendlĂ€ndische Religionsgeschichte â Abt. fĂŒr Universalgeschichte, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 3-6471-0106-0, S. 254
- â P.-Daniel Bourchenin: Ătude sur les acadĂ©mies protestantes en France aux XVIe et XVIIe siĂšcles. Grassart, Paris 1882, S. 431 [1]
- â Irene Dingel, Herman Selderhuis: Calvin und Calvinismus: EuropĂ€ische Perspektiven. Bd. 84 Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr EuropĂ€ische Geschichte Mainz â Beihefte / Abt. AbendlĂ€ndische Religionsgeschichte â Abt. fĂŒr Universalgeschichte, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 3-6471-0106-0, S. 254
- â âDenn einige wenige Standespersonen und einige Halbgelehrte oder wohl gar einige von euch, ihr Herren Schriftgelehrten, ausgenommen, so glaubt unter uns Christen alle Welt das Geheimnis der Menschwerdung, den Tod und das Sterben Jesu Christi, seine Himmelfahrt, seine Gegenwart auf unseren AltĂ€ren, das JĂŒngste Gericht, die Auferstehung der Körper, die Hölle und das Paradiesâ. [Bayle: Verschiedene Gedanken ĂŒber einen Kometen. S. 452. Digitale Bibliothek Band 2: Philosophie, S. 20407 (vgl. Bayle-Gedanken, S. 323)]
- â âPierre Bayle bereitete nicht nur dem Materialismus und der Philosophie des gesunden Menschenverstandes ihre Aufnahme in Frankreich durch die skeptische Auflösung der Metaphysik vor. Er kĂŒndete die atheistische Gesellschaft, welche bald zu existieren beginnen sollte, durch den Beweis an, daĂ eine Gesellschaft von lauter Atheisten existieren, daĂ ein Atheist ein ehrbarer Mensch sein könne, daĂ sich der Mensch nicht durch den Atheismus, sondern durch den Aberglauben und den Götzendienst herabwĂŒrdige.â [Marx/Engels: Die heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik. S. 254 f. Digitale Bibliothek Band 11: Marx/Engels, S. 1085 f. (vgl. MEW Bd. 2, S. 134 f.)]
- â a b Ralph Bröer: GrenzĂŒberschreitender wissenschaftlicher Diskurs im Europa der FrĂŒhen Neuzeit. Der gelehrte Brief im 17. Jahrhundert. In: Wolfgang U. Eckart und Robert JĂŒtte (Hrsg.): Das europĂ€ische Gesundheitssystem. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in historischer Perspektive. Franz Steiner Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06485-0, S. 113 f.
- â Jacob Bayle. In: spinozaweb.org. Abgerufen am 3. Februar 2020 (englisch).
- â Pierre Bayle; GĂŒnter Gawlick und Lothar Kreimendahl (Ăbers. und Hrsg.): Historisches und kritisches Wörterbuch. Eine Auswahl. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, [Darmstadt] 2003; Dritte Klarstellung, S. 623.
- â Pierre Bayle; GĂŒnter Gawlick und Lothar Kreimendahl (Ăbers. und Hrsg.): Historisches und kritisches Wörterbuch. Eine Auswahl. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, [Darmstadt] 2003; IV. allg. Vorbemerkung zu den Klarstellungen, S. 569.
- â Johann Gustav Droysen: Historik. Vorlesungen ĂŒber EnzyklopĂ€die und Methodologie der Geschichte. (hrsg. Rudolf HĂŒbner). 3. Aufl. R. Oldenbourg MĂŒnchen 1958 (Jena 1936). S. 94
- â Rudolf Walther: Vom französischen König und der katholischen Kirche verfolgt. Vor 300 Jahren starb der Philosoph im Rotterdamer Exil. In: Die Zeit. 7. Dezember 2006
- â Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe B. AcadĂ©mie des sciences, abgerufen am 16. September 2019 (französisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bayle, Pierre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Philosoph und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 18. November 1647 |
| GEBURTSORT | Le Carla, heute: Carla-Bayle, Département AriÚge, Frankreich |
| STERBEDATUM | 28. Dezember 1706 |
| STERBEORT | Rotterdam |